Die täglichen Einkäufe möglichst ohne Auto erledigen

13. Januar 2012

Glücklich derjenige, der wie ich seine gesamten Einkäufe ohne Auto erledigen kann. Ich selbst habe sogar meinen Tiefkühler seit zwei Jahren ausgestellt, weil ich so nah am Supermarkt wohne und dort von 6:00 Uhr bis 24:00 Uhr “meine” Tiefkühlmöglichkeit finde. Da freue ich mich zu lesen, dass gemäß einer  Studie (hier zum kostenlosen Download des Praxis-Hefts “Ohne Auto einkaufen – Nahversorgung und Nahmobilität in der Praxis” - weitere, wissenschaftliche Ergebnisse der Studie bietet die hier ebenfalls kostenfrei verfügbare Online-Publikation “Nahversorgung und Nahmobilität: Verkehrsverhalten und Zufriedenheit”) der Trend wieder mehr dazu geht, den täglichen Einkauf im Wohnumfeld zu erledigen. Dazu tragen u.a. die steigenden Verkehrskosten und die Zunahme von Haushalten ohne Auto bei – na immerhin!

Charity Pride wünscht ein glückliches und friedliches neues Jahr 2012!

1. Januar 2012

Das Charity Pride-Team wünscht ein gutes neues Jahr und dankt allen, die das Projekt unterstützt haben!!!

Untersuchungsbericht zum Reaktorunglück von Fukushima

28. Dezember 2011

Neun Monate nach der Katastrophe von Fukushima wurde jetzt ein Untersuchungsbericht veröffentlicht, der schwere Vorwürfe gegen die japanische Regierung und den AKW-Betreiber Tepco erhebt.

Festgestellt wurde in dem Bericht einer unabhängigen Kommission, dass sowohl Tepco als auch die zuständigen Behörden auf eine solche Katastrophe vollkommen unvorbereitet gewesen sind. Während die Betreiberfirma Tepco selbst behauptete, keine Fehler im Umgang mit dem Unglück gemacht zu haben, trägt der Atomanlagenbetreiber gemäß dem Untersuchungsreport die Verantwortung für die Katastrophe. So sei die Reaktion auf das Unglück unkoordiniert gewesen und die Kommunikation mangelhaft, da Tepco wichtige Informationen zu spät an die japanische Regierung geleitet habe. Noch heute lassen die Informationen der Regierung noch einige Fragen offen.

Obwohl es massive Kritik an der spärlichen und manipulativen Berichterstattung von Tepco gab, übernahm die japanische Regierung selbst vor Ort nicht die Verantwortung für den Kampf gegen die Katastrophe und überliess dies Tepco. Auch hinsichtlich der Evakuierung wurde der Regierung Versagen bestätigt. So wurden Bewohner einiger Gegenden, die ihre Häuser verlassen sollten, in Regionen gebracht, in denen die radioaktive Belastung nach der Katastrophe sogar noch höher war. Bis heute versucht die japanische Regierung sowie Tepco den Eindruck zu erwecken, sie hätten die Katastrophe im Griff.

Klar ist, dass in Fukushima vier Reaktoren betroffen waren und u.a. viel Radioaktivität ins Meer eingeleitet wurde, doch bis heute ist nicht klar, was in Japan genau passiert ist. 16.000 Tote und noch immer 4000 Vermisste, das ist nur ein Teil der in Zahlen zu gießenden Folgen der Tragödie, die sich am 11. März diesen Jahres ereignete. Ein Seebeben der Stärke 9,0 verursachte Monsterwellen von bis zu 23 Meter Höhe und verwüstete zehntausende Häuser, ganze Städte und Landstriche und die so ausgelöste Atomkatastrophe hinterlässt eine Region möglicherweise noch hunderte Jahre praktisch unbewohnbar.

Was in anderen Teilen der Welt daraufhin passierte, war eine starke Diskussion über die Atomenergie und deren Beherrschbarkeit – mit der Folge, dass in Deutschland und der Schweiz eine Energiewende geschah mit dem Beschluss, aus der Atomenergie mehr oder weniger rasch komplett auszusteigen. Andere Länder – wie Frankreich, Tschechien oder  die USA – hingegen zogen keine Konsequenzen aus Fukushima und bauen weiter auf Atomenergie.

Klimakonferenz in Durban endet mit schwachem Kompromiss

13. Dezember 2011

Durban hat leider keine klare Vereinbarung für ein Abkommen gebracht, die Emission von klimaschädlichen Gasen weltweit zu reduzieren. Herausgekommen ist ein Kompromiss, von dem fraglich ist, inwieweit er in Form eines Abkommens tatsächlich rechtlich verbindlich sein kann, da die rechtliche Verbindlichkeit vage gehalten wurde. Keine Lösung also, aber immerhin aber die Aussicht darauf, da sich alle Staaten nun erstmals auf ein rechtlich verbindliches Abkommen einlassen wollen.

Der Kampf gegen die Erderwärmung scheint zäh und rückt was konkrete Schritte angeht immer weiter in die Ferne. Dabei müsste die ungelöste Frage der Verteilung und Gerechtigkeit zwischen der entwickelten und der weniger entwickelten Welt  ja eigentlich dringend von der Weltgemeinschaft gemeinsam geklärt und gelöst werden. Doch noch immer bestimmen wirtschaftliche Interessen die überfällige Begrenzung von Treibhausgasemissionen. Der in Durban beschlossene Plan, bis 2015 ein Abkommen zu schließen um den Temperaturanstieg der Erde auf zwei Grad zu begrenzen wirkt vor dem Hintergrund der aktuellen Klimasituation lächerlich und allen ist wohl klar, dass die Versprechen, die die einzelnen Nationen abgegeben haben, dies nicht bewirken werden.

Klimakonferenz in Durban gestartet

28. November 2011

Heute ist im südafrikanischen Durban die Weltklimakonferenz gestartet – doch mit einem Durchbruch wird nicht gerechnet. Klimaexperten und Politiker debattieren um die Maßnahmen und die Ziele die hier erreicht werden müssen. Erderwärmung, CO2 und die Verlängerung des Kyotoabkommens stehen auf dem Plan. Es geht vor allem darum, die im Kyoto-Protokoll verankerten Pflichten für die Industrienationen fortzuschreiben. Doch hier liegt genau das Problem, denn viele Länder fürchten dabei wirtschaftliche Verluste. Vor allem sind die USA und China hierzu wichtig, aber auch Länder wie Russland oder Japan müssen sich den Emissionsreduzierungs-Verpflichtungen anschliessen.

Vor allem da die Erderwärmung in den letzten fünfzehn Jahren stärker gestiegen ist, als jemals zuvor, liegt ein großer Druck auf den aktuellen Verhandlungen. Bleibt zu hoffen, dass es in Durban also doch noch zu einem Durchbruch für das Klima kommt!

Treibstoffproduktion und Nahrungsmittel-Spekulationen verstärken den Hunger auf der Welt

6. November 2011

Anlässlich der Vorstellung des diesjährigen Welthungerin-Indexes verwies die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Diekmann, auf die Hauptursachen. Faktoren, die starken Einfluss auf die Hungersnot in der Welt haben sind die zunehmende Verwendung von Agrarprodukten für die Treibstoffproduktion sowie Spekulationen mit Nahrungsmitteln. Durch den allgemeinen Klimawandel kommen Dürren und Klimakatastrophen dazu, die dann wiederum zusätzlich Lebensmittelpreise steigen lassen, was vor allem die Menschen in den Entwicklungsländern hart trifft.

So ist gemäß dem aktuellen Welthungerindex die Ernährungssituation in 26 Ländern der Welt immer noch sehr ernst und der Welthungerhilfe leiden aktuell 925 Mio. Menschen Hunger. Am schlimmsten ist dabei die Situation in vielen Teilen Afrikas wie dem Kongo, Burundi und Eritrea. Zur Bekämpfung des weltweiten Hungers fordert die Welthungerhilfe die Abschaffung von Biokraftstoff-Subventionen sowie eine stärkere Regulierung der Spekulationen mit Nahrungsmitteln.

Hochwasser-Höchststand in Thailand überstanden

31. Oktober 2011

Im schlimmsten Hochwasser seit 60 Jahren sind in Thailand bislang fast 400 Menschen ums Leben gekommen. Dabei erreichte das Hochwasser wohl am Samstag seinen erwarteten Höchststand, den die Hauptstadt Bangkok halbwegs glimpflich überstand.

Der angekündigte Hochwasser-Scheitel passierte die Region zunächst ohne dramatische Veränderungen der Lage und glücklicherweise hielten die Dämme entlang des Flusses und im Norden der Stadt. Das Hochwasser erreichte die Rekordmarke von 2,48 Metern über Normalstand und es lief an beiden Ufern des Chau Phraya Wasser über die Flutdämme und setzte zahlreiche Straßen unter Wasser. Durch die sieben Kilometer langen und 2,5 Meter hohen Flutbarrieren am Chao Phraya konnte die Innenstadt Bangkoks mit Banken, Hotels und Geschäften geschützt werden. Am Westufer war die Lage kritischer und im Stadtbezirk Thon Buri gelangte sowohl Flutwasser in die tiefliegenden Straßen, als auch Wasser aus den Kanälen.

Die Situation in den Hochwassergebieten in Zentralthailand hat sich wohl entspannt und so auch Druck von den Dämmen genommen, die Bangkok im Norden schützen. In den Kanälen konnte das Wasser Richtung Osten abfliessen und überflutete zunächst nicht wie befürchtet weite Stadtteile. Wenn die Dämme bis zum 6. November halten, sei das Schlimmste überstanden, teilte die Wasserbehörde mit. Von dem schwersten Hochwasser in Thailand seit mehr als einem halben Jahrhundert ist etwa ein Drittel des Landes betroffen.

Schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten in Thailand

14. Oktober 2011

In Thailand werden derzeit rund um die Hauptstadt Bangkok Kanäle und Wasserwege ausgehoben. Die Hauptkanäle im Osten und Westen der Stadt sollen gewährleisten, dass mehr Wasser aus den überschwemmten Provinzen ablaufen kann, denn man fürchtet sich vor den schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten und immer mehr Menschen flüchten vor den Fluten in Thailand. Im Norden Bangkoks wurde eine Universität zu einer Notunterkunft umfunktioniert, in der die Menschen Schutz finden. Thailand kämpft gegen die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten und die knapp drei Monate dauernde Monsunzeit hat schwere Zerstörungen hinterlassen und bedroht nun auch die Hauptstadt.

Bangkok liegt fast auf Meerespiegelniveau und die Menschen dort arbeiten noch an einem 75 Kilometer langen und 1,2 Meter hohen Sandsack-Damm, der die zwölf Millionen Einwohner der thailändischen Hauptstadt schützen soll. Unterdessen gibt es aus dem Norden Thailands, von wo das Wasser auf Bangkok zuströmt, widersprüchliche Informationen. Es wird gemeldet, dass Soldaten in Nonthaburi versuchen, die letzte Verteidigungslinie gegen die Flut zu halten.

Seit Ende Juli haben Überschwemmungen und Erdrutsche in Thailand bereits mindestens 283 Menschen das Leben gekostet.

Fleischlos glücklich

12. Oktober 2011

Allein in Deutschland ernähren sich etwa eine Million Menschen fleischlos – häufig als Reaktion auf die schlechten Zustände bei der Tierhaltung und Schlachtung. Für immer mehr Menschen ist Vegetarismus nicht nur ein Trend, sondern eine Ernährungsform für eine langanhaltende Gesundheit und bessere Umwelt.

Die Gründe hierfür reichen von moralischen, ethischen bzw. umweltbezogenen Aspekten bis hin zu gesundheitlichen Überlegungen. Dabei dürfte die Motivation jedes Einzelnen verschieden sein. Ethisch argumentierende Vegetarier möchten nicht, dass ihretwegen Tiere leiden müssen und getötet werden. Im Sinne des Tierschutzes denken ebenfalls viele überzeugte Vegetarier, die vor allem unzumutbare Haltungs- und Schlachtungsbedingungen konventioneller Mastbetriebe kritisieren.

Fleischlose Ernährung ist nach Meinung vieler Vegetarier auch eine umweltgerechtere Ernährungsweise da Tierhaltung eine relativ ineffiziente Art der Nahrungsmittelproduktion ist, die angesichts von Hungersnöten in der Dritten Welt unverantwortlich ist. So beansprucht eine fleischbasierte Ernährung bei extensiver Tierhaltung mehr Land-, Energie- und Wasserressourcen als eine vegetarische. Zudem kommen die Treibhausgase durch die Viehhaltung, so dass ökologisch davon ausgegangen wird, dass ein Verzicht auf den Konsum von Fleisch die globale Ernährungssituation signifikant verbessern könnte.

Zu den moralischen Gründen kommen oft auch gesundheitliche Überlegungen und Gemüse und Obst bieten vielerlei Vorteile für die Gesundheit wie einen geringen Kalorien- bei gleichzeitig hohem Nährstoffgehalt. Im wissenschaftlichen Vergleich zu Fleischessern liegen Vegetarier in Punkto Gesundheit meistens vorn und weisen eine höhere Lebenserwartung sowie ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Gicht, Arthritis und Krebserkrankungen auf. Dabei muss bedacht werden, dass dies vsl. nicht allein auf die fleischlose Kost zurückführbar ist, da die Mehrheit der Vegetarier auch sonst einen gesunden Lebensstil mit wenig Nikotin, Alkohol und reichlich Bewegung pflegen.

4. Oktober 2011 ist Welttierschutztag

29. September 2011

Welttierschutztag am 4. Oktober 2011

Zwar steht der Tierschutz seit fast zehn Jahren als Staatsziel im Grundgesetz, dennoch hat sich an der Situation der Tiere wenig geändert. Deshalb rufen der Deutsche Tierschutzbund und die ihm angeschlossenen über 700 Tierschutzvereine zum Welttierschutztag am 4. Oktober 2011 das Leitmotto “Für ein neues Tierschutzgesetz” aus.

Der Deutsche Tierschutzbund hat konkrete Eckpunkte zu einer Novellierung des Tierschutzgesetzes erarbeitet, die helfen sollen, damit die Würde und der Eigenwert der Tiere endlich anerkannt und geschützt werden. Wer sich darüber informieren möchte, findet hier weiter Informationen – auch zur Novellierung des Tierschutzgesetzes und eine Unterschriftenliste